Zähneknirschen (Bruxismus)

Die Kaumuskulatur ist unser Therapieansatz.

Unter Bruxismus versteht man ein krankhaftes Zähneknirschen und eine unnatürlich hohe Muskelspannung. Die Folgen für Zähne, Kieferknochen und Kiefergelenke können drastisch werden.

Die dauerhafte Überlastung führt nach einigen Jahren zu deutlich sichtbaren Abnutzungen an den Kauflächen und zum Abbau von Kieferknochen. Auch Schmerzen im Kiefergelenk und lautes Knacken beim Kauen sind häufig zu beobachten. In der Regel geht das Zähneknirschen mit einer erhöhten Aktivität der Kaumuskulatur einher.

Die Standard-Therapie bei Bruxismus ist die Eingliederung einer Knirscherschiene. Vorher hat der Zahnarzt die bekannten Ursachen für das chronische Knirschen ausgeschlossen, beispielsweise mangelhafte Kaufläche von Kronen oder Brücken.

Die Knirscherschiene besteht aus Kunststoff und wird in der Regel nachts getragen. Die Kunststoffauflage verhindert den direkten Kontakt der Zähne in Ober- und Unterkiefer. Zudem verringert die veränderte Bisslage nervliche Reize, die eine erhöhte Muskelaktivität auslösen können.


Besonderheiten der Behandlung mit Botox®

In vielen Fällen eine erfolgreiche Therapie!

Das aus der ästhetischen Medizin bekannte Botulinumtoxin (Botox®) stellt einen noch wenig bekannten Therapieansatz dar. Mit der Behandlung setzen wir direkt an der Kaumuskulatur an.

Hier müssen wir exakt zwei Dinge zur gleichen Zeit erreichen:

  • Wir reduzieren die Belastung auf das System, indem wir den Kaudruck reduzieren.
  • Das Kauvermögen der Patienten bleibt in natürlich ausreichendem Maße bestehen.

Diese „Gratwanderung“ verlangt Erfahrung und Präzision!

Die Wirkung von Botox® hält zwischen vier und sechs Monaten an. Danach ist eine erneute Behandlung möglich. Systemische Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt.

Die Kosten der Behandlung trägt grundsätzlich der Patient. Sie sind von der Menge des anzuwendenden Materials abhängig und liegen in der Regel zwischen 250,00 € und 400,00 € pro Behandlung.

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